Der Schloßberg in Dauborn ist eine kleine, nur knapp 100 m² große Grünanlage in Dauborn, die in den vergangenen Jahren in einen Dornröschenschlaf verfallen war.

Foto oben von re. nach li.: Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer, Steffen Ohlde, Andreas Ohlde 

Es hatten sich Dauerunkräuter wie Quecke und Hahnenfuß breit gemacht, die mit herkömmlichen Pflegemethoden nicht mehr in den Griff zu bekommen waren und eine grundlegende Neugestaltung des Platzes war nicht mehr zu umgehen. Umso schöner, wenn eine Gemeinde in einer solchen Situation auf ihre Bürger zählen kann und diese auch noch über entsprechendes fachliches Know-How verfügen und so der Gemeinde sowohl in zeitlicher als auch finanzieller Sicht viele Aufwendungen einsparen helfen.

In diesem Fall waren es – wie zuvor bereits an 2 anderen kleineren Plätzen in der Eufinger Straße praktiziert – wieder die Anlieger Andreas Ohlde, Inhaber eines Garten- und Landschaftsbaubetriebes und sein Sohn Steffen Ohlde (gleichsam wie sein Vater Landschaftsgärtner). Professionell und in enger Abstimmung mit der Bauverwaltung haben sie der Anlage im Hangbereich oberhalb der Eufinger Straße ein neues und ansprechendes Gesicht verliehen.

Die terrassenartige Fläche wurde im ersten Schritt vom bestehenden bodendeckenden Bewuchs geräumt und der komplette unkrautverseuchte Boden ausgetauscht. Aus dem Lahn-Dill-Kreis stammende imposante und formschöne Basalt-Feldfindlinge wurden als strukturgebende Elemente auf der Fläche geschickt platziert. Eine überwiegend aus Solitärgräsern, aber auch blühenden Polsterstauden bestehende Bepflanzung komplettiert mit einer bodendeckenden Schicht aus Splitt auf einer Trennvlieslage das Gesamtbild einer kleinen Steingartenanlage. Die bestehende Natursteinmauer zur Eufinger Straße fügt sich harmonisch in das neue Gesamtbild ein.

Anläßlich eines Ortstermines dankte Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer den beiden „Schaffern“ der Anlage für ihr Engagement, das sich in folgenden Zahlen ausdrückt: 69 Arbeits- und Maschinenstunden wurden insgesamt geleistet. 1 Baum, 8 Gräser und 46 Stauden wurden gepflanzt. Weiterhin wurden 20 t Boden entsorgt und 6 m³ Mutterboden sowie ca. 10 t Natursteinmaterial vom Splitt bis zu über 100 kg schweren Findlingen geliefert und eingebaut. Die Gemeinde übernahm die Pflanzenkosten in Höhe von ca. 1.200 €. Der durch ehrenamtliche Tätigkeit insgesamt eingesparte Kostenanteil wird auf ca. 4.000 € geschätzt.

Bekanntmachung im Mitteilungsblatt in der 38. KW 2015 (Erscheinungsdatum: 17.09.2015)